Psychische Erkrankungen
Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen mit medizinischem Cannabis bei RevoCan.
Depressionen und Zwangsstörungen: Ein Überblick
Depressionen und Zwangsstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie beeinträchtigen Denken, Fühlen und Handeln und erfordern eine individuelle, evidenzbasierte Behandlung. Neben Psychotherapie und Medikation können begleitende Maßnahmen (Schlaf, Bewegung, Tagesstruktur) spürbar entlasten.
Symptome, Diagnose und Ursachen
Depressionen
Kernsymptome sind anhaltende Niedergeschlagenheit, Interessensverlust und Antriebshemmung, häufig begleitet von Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Grübeln und Schuldgefühlen. Die Ursachen sind vielschichtig (biologisch-psychosozial). Eine strukturierte Diagnostik klärt Schweregrad, Komorbiditäten und Suizidalität.
Zwangsstörungen
Zwangsstörungen sind geprägt von wiederkehrenden, belastenden Gedanken (Zwänge), die zu Ritualen/Handlungen führen, um Angst zu reduzieren. Der Leidensdruck ist hoch und alltagsrelevant. Entstehung und Aufrechterhaltung sind multifaktoriell; entscheidend ist die frühzeitige, spezifische Behandlung.
Therapeutische Ansätze
Depressionen
Wirksam sind Psychotherapien (z. B. KVT, IPT) und Antidepressiva (v. a. SSRI/SNRI) – je nach Schweregrad einzeln oder kombiniert. Ergänzend helfen Schlaf-/Tagesstruktur, Aktivierung, soziale Unterstützung und ggf. somatische Verfahren (bei Therapieresistenz).
Zwangsstörungen
Goldstandard ist KVT mit Exposition und Reaktionsverhinderung (ERP). Pharmakologisch kommen SSRI in ausreichender Dosis und Dauer zum Einsatz; Augmentationsstrategien werden individuell geprüft.
Rolle der Cannabistherapie
Das Endocannabinoid-System ist an Stress- und Emotionsregulation beteiligt. Bisherige Studiendaten deuten auf anxiolytische Effekte von CBD und symptomlindernde Effekte bei bestimmten Patientengruppen hin Eine sorgfältige Indikationsstellung und engmaschige Begleitung sind aber wesentlich.
In bestimmten Fällen kann Cannabis als Zusatz zu leitliniengerechter Therapie erwogen werden – etwa bei ausgeprägter Unruhe, Schlafstörung oder Schmerzkomorbidität. Nutzen und Risiken werden individuell abgewogen.
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
PTBS entwickelt sich nach traumatischen Erlebnissen und äußert sich durch Intrusionen (z. B. Alpträume, Flashbacks), Vermeidungsverhalten, negative Emotionsveränderungen und Hyperarousal. Die Diagnostik erfolgt klinisch nach ICD-11-Kriterien; Erstlinientherapien sind Trauma-fokussierte Psychotherapie und ggf. SSRIs.
Cannabinoide können bei therapieresistenten Fällen ergänzend eingesetzt werden, um Alpträume zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern. Die anxiolytischen Eigenschaften machen sie zu einer potenziellen Option für trauma-assoziierte Symptome.
Angstlösung und anxiolytische Wirkungen
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und manifestieren sich in verschiedenen Formen (z. B. generalisierte Angststörung, Panikstörung, soziale Phobie). Sie beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich und erfordern eine multimodale Behandlung.
Klinische Studien zeigen, dass Cannabinoide, insbesondere CBD, anxiolytische Eigenschaften haben können. Sie modulieren das Endocannabinoid-System und können bei ausgewählten Patienten zur Symptomreduktion beitragen, ohne die sedierenden Nebenwirkungen herkömmlicher Anxiolytika.